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Ein neuartiges hydrogeologisches Kartenwerk für die südliche Niederrheinische Bucht

Breddin, Hans

Kurzfassung

Vorbemerkungen Die Zunahme des Wasserbedarfs der öffentlichen Versorgung veranlaßte im Jahre 1950 das Wasserwirtschaftsdezernat der Regierung Aachen (Oberregierungsrat HONNEF  und Dipl.-Ing. KUCK), den Verfasser mit einer eingehenden hydrogeologischen Untersuchung des Flachlandsanteils des Regierungsbezirks Aachen zu beauftragen. Zweck dieser Arbeit war vor allem, Unterlagen für die weitere Planung der öffentlichen Wasserversorgung zu erhalten und gegebenenfalls auch neue nutzbare Wasservorkommen aufzufinden. Die Untersuchungen wurden auf der Grundlage von bereits vor dem Kriege ausgeführten, ziemlich umfangreichen Vorarbeiten, über die an anderer Stelle (BREDDIN 1949) bereits berichtet worden ist, in den Jahren 1950 bis 1955 durchgeführt. Das Ergebnis ist ein hydrogeologisches Kartenwerk im Maßstab 1:25 000, das sich über 18 Meßtischblätter erstreckt. Randgebiete der Bezirke Düsseldorf und Köln sowie von Niederländisch-Limburg wurden in die Bearbeitung einbezogen. Weitgehende finanzielle Unterstützung fanden diese Arbeiten durch den Verein der Steinkohlenwerke des Aachener Bezirks e.V. Dadurch war es möglich, das zunächst nur für Zwecke der Wasserversorgung gedachte Kartenwerk nach der Tiefe hin durch weitere Darstellungen zu erweitern und damit eine vollständige Bearbeitung und Darstellung der geologischen und hydrologischen Verhältnisse des Deckgebirges im Aachener Steinkohlenrevier durchzuführen. Seit 1954 fand das neue Kartenwerk das Interesse des Wasserwirtschaftsdezernats der Landesregierung. Durch dessen finanzielle Förderung wird es möglich sein, die Bearbeitung auf die ganze südliche Niederrheinische Bucht auszudehnen. Einschließlich des Aachener Bezirks wird das Kartenwerk dann etwa 35 Meßtischblätter umfassen. Die Darstellung soll so weit in die Tiefe reichen, daß eine Beurteilung der Auswirkungen der geplanten großen Braunkohlentieftagebaue auf die Grundwasserverhältnisse in deren Umgebung möglich wird.