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Grundwassererschließung für landwirtschaftliche Bewässerung in ariden Gebieten, besonders in der Hochebene von Konya, Anatolien

Nöring, Friedrich

Kurzfassung

Einleitung Der Verfasser hatte Gelegenheit, seit September 1953 die Möglichkeiten landwirtschaftlicher Bewässerung auf der Grundlage der Grundwassererschließung in der Hochebene von Konya, Anatolien, zu studieren. Ihm standen die Bohrproben von 30 Bohrungen mit insgesamt 7053 fallenden Metern, die das Konsortium "German Water Development Corporation", Düsseldorf, für das türkische Ministerium für öffentliche Arbeiten ausführte, zur Verfügung. Die Bohrungen besaßen Endteufen zwischen 70 m und 409 m. Die mittlere Bohrtiefe betrug 235 m. Schon die hohe mittlere Bohrtiefe muß den mit der Grundwassererschließung in humiden Gebieten vertrauten Hydrogeologen überraschen, wo die Masse der Brunnenbohrungen 100 m Tiefe nicht überschreitet und eine größere Tiefe als 300 m wegen der erwarteten Wassertemperatur gemieden wird. Tatsächlich bieten die Bewässerungsbrunnen in ariden Gebieten einige hydrogeologische Besonderheiten, deren Schilderung Zweck der Ausführungen, die anläßlich der Monatsversammlung der Deutschen Geologischen Gesellschaft am 24. Februar 1955 in Wiesbaden vorgetragen wurden, ist.