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Jährliche und jahreszeitliche Schwankungen des Grundwassers und seiner Eigenschaften in der Frankenberger Bucht

Sobotha, E.

Kurzfassung

6 Jahre lang durchgeführte monatliche Beobachtungen zeigen, daß die Gesamthärten in einem, jeweils für die einzelnen Quellen charakteristischen Bereich von wenigen Härtegraden schwanken. Quellen ähnlicher geologischer Herkunft weisen denselben Rhythmus im Verlauf jährlicher Härteschwankung auf. Beziehungen zwischen dem örtlich eigenartig schwankenden Sulfat-Karbonat-Verhältnis und Niederschlägen bzw. Abfluß waren nicht klar erkennbar. Keinen Zusammenhang zeigte der Chloridgehalt mit den Härteschwankungen, er wurde weitgehend durch das Einzugsgebiet (Wald oder Feld!) bestimmt. Interessant waren Zusammenhänge mit Schneeschmelze und Bodenfrost. Härteschwankungen sind desto ausgeprägter, je weniger die Quelle oder der Brunnen aus einheitlichem Grundwasserkörper gespeist wird. Man darf das Grundwasser nach Härten gliedern, wenn eine starke Beeinflussung durch den Menschen ausgeschlossen ist, und erkennt so charakteristische Grundwasserbereiche. Zahlen auf den Karten sind aber als Mittelwerte zu betrachten. Im Juli-August trifft man diese am sichersten an.