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Methodik und Auswertung hydrochemischer Untersuchungen im Düsseldorfer Raum

Arnold, H.

Kurzfassung

Auf Mbl. Düsseldorf wurden 1951-1952 aus 20 Brunnen und dem Rheinstrom allwöchentlich Wasserproben entnommen, die in Kurzanalysen auf pH, Karbonat- und Gesamthärte, Chlorid- und Eisengehalt untersucht wurden. Die gewonnenen Analysenwerte, für jeden Brunnen getrennt in ihrem Jahresgang aufgetragen, zeigten meist Schwankungen oft größeren Ausmaßes (bes. in Gesamthärte und Eisengehalt) und außerdem große Unterschiede im Jahresdurchschnitt des Chemismus der einzelnen Brunnenwässer. Bei der Auswertung der Unterschiede der Durchschnittswerte einerseits und der Jahresschwankungen andrerseits konnte wegen der geringen Zahl der Brunnen auf die strenge Korrelationsrechnung verzichtet werden; meist ergab schon die Eintragung der Wertepaare in ein rechtwinkliges Koordinatensystem ein klares Bild. So zeigte sich bei den Jahresdurchschnitten der einzelnen Brunnen eine enge Verknüpfung der verschiedenen Härten, darstellbar sogar durch eine empirisch aufgestellte Formel. Die verschieden starke allgemeine Mineralisation des Grundwassers drückt sich dadurch aus, daß z. B. hohe Chloridwerte meist mit etwas erhöhten Karbonathärten verknüpft sind (beim Rheinstrom rühren die hohen Chloridwerte jedoch von Einleitungen industrieller Abwässer weit oberstrom her). Die Beziehungen zwischen dem pH und der Karbonathärte sind recht locker (erwartungsgemäß umgekehrte Proportionalität). Der Eisengehalt scheint zu keinem anderen der gemessenen Werte Beziehungen zu haben. Die jahreszeitlichen Schwankungen sind recht hoch, maximal betragen sie für Gesamthärte und Nichtkarbonathärte bis 24°, für die Karbonathärte bis zu 10°, für den Chloridgehalt bis 180 mg Cl'/l und den Eisengehalt bis 90 mg Fe/l. Die Durchschnittsunterschiede sind jedoch bedeutend geringer und betragen für die Gesamthärte 5° (bis 10°), für die N.K.H. 5°, für die Karb.-Härte 2-5°, für den Chloridgehalt um 20 mg/l und für das Eisen etwa 0,5 mg/l.