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Die roten Schichten von Menden (Mendener Konglomerat)

Heitfeld, Karl-Heinrich

Kurzfassung

Einführung Die roten Schichten von Menden, in der Literatur allgemein als "Mendener Konglomerat" bezeichnet, liegen im Mündungsgebiet der Hönne, in dem Winkel, der nördlich von der Ruhr, westlich von der Hönne begrenzt wird. Während der größte (westliche) Teil des etwa 8 qkm umfassenden Komplexes dem Blatt Menden angehört, greift der östliche Teil noch mit einem schmalen Zipfel auf Blatt Neheim über. Die Mendener Schichten stellen eine Schichtenfolge dar, die durch Zusammensetzung und Lagerungsverhältnisse eine besondere Stellung innerhalb der stratigraphischen Abfolge des Nordsauerlandes einnimmt. Südlich der Ruhr relativ steil aus der Mittelterrasse aufsteigend, zeigt sich dieser Komplex auch nach Westen und Süden morphologisch streng gegen das darunterliegende Flözleere abgesetzt. Nur die Nordwest-Ecke sowie die südöstliche Begrenzung zeigen diese strenge morphologische Abgrenzung nicht. Fazielle Änderungen der Mendener Schichten im Südosten bzw. Nordwesten im Sinne eines Zurücktretens der höhenbildenden Konglomerate bedingen diese abweichenden Verhältnisse. Die Frage der Lagerungsverhältnisse und der Entstehung der Mendener Schichten ist seit dem Jahre 1884, in welchem VON DECHEN in seinen Erläuterungen zur Geologischen Karte der Rheinprovinz und der Provinz Westfalen zum ersten Male die "Mendener Schichten von rothem Sandstein und Kalk conglomerat" erwähnt, in geologischen Arbeiten immer wieder aufgeworfen worden. VON DECHEN schreibt, daß diese Schichten "in nahezu horizontaler Lagerung am Rothenberge, Lahrberge und Großen Haarberge" auf der rechten Seite der Hönne auftreten und die "Schichtenköpfe des Flözleeren abweichend bedecken". Er erkannte, daß die "Kalkgeschiebe dieser Schichten unzweifelhaft dem Mitteldevon- (Eifel-) Kalkstein entstammen, welcher aufwärts von Menden von der Hönne zwischen Klusenstein und Balve durchschnitten wird". VON DECHEN führt das Vorkommen in seiner Übersichtskarte als Buntsandstein an betont jedoch, daß es sich um eine Bildung recht zweifelhaften Charakters handelt.