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Exkursionen Finnentrop-Balve-Arnsberg

Schmidt, Herm.

Kurzfassung

a) Rönkhausen-Balve-Menden (am 13. 9.) An den Kalksteinbrüchen der Elsper und der Attendorner Mulde vorbei ging die Fahrt nordwärts gegen den Ebbesattel. Am Südende von Finnentrop zeigte ein Wegausschnitt eine Reihe von Korallenbänken in den "oberen Finnentroper Schichten". Am Bahnhof Rönkhausen belegen die Bunten Ebbeschichten einen Kernteil des Ebbesattels, der ostwärts die Lenne nicht überschreitet. Am nordöstlichen Ausgang von Rönkhausen zeigt ein zum Eisenberg aufsteigender Weg außer anderen Fossillagen interessante Lebensspuren in den Heisdorfer Schichten (tuc der Karte): zwei Sandsteinbänke sind dicht durchsetzt mit den senkrechten Gängen von Lennea Schmidti (KRÄUSEL & WEYLAND, 1934), von denen kleinere Gänge radial abzweigen. Von der Halde eines großen Steinbruchs in Mühlenbergschichten (mit Fauna) wird die Attendorn-Elsper Doppelmulde überblickt, der Aussichtsturm der Hohen Bracht erleichtert die Orientierung. Auf der Hochfläche bei Lenscheid führt ein Abstecher auf dem Sträßchen nach Wildewiese nach 800 m zu den Resten einer Blockstreuung von Rimmertkonglomerat. Die Konglomeratblöcke liegen in anmoorigem Boden und sind gebleicht. Die Straße Lenscheid-Hagen-Allendorf bietet ein durch streichende Störungen verkürztes Profil durch den Nordflügel des Ebbesattels. Am Südausgang des Dorfes Hagen ist in natürlichen Klippen der Bilsteintuff (Kt5) aufgeschlossen: Den Gipfel des Justenbergs bilden die Mühlenbergschichten, den des Denstenbergs die Finnentroper und den des Purrhagen die Nehdensandsteine. In den Finnentroper (Newberryen-) Schichten wurde der KLEINsche Steinbruch besucht, der außer verschiedenartigen Fossilbänken und Lebensspuren in dicken Bänken auffallende? Sedifluktions-Erscheinungen ("Badewannen") zeigte. Die Nehdensandsteine sind hier nicht aufgeschlossen, die roten Kalkknotenschiefer der Hembergstufe sieht man an der von Allendorf direkt nach Plettenberg führenden Straße nahe der Gabelung.