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Die Westfal-Stefan-Grenze im Saarkarbon im Bereich der Grube Göttelborn

Guthörl, Paul

Kurzfassung

Die Grube Göttelborn ist eine der am weitesten im Norden des Steinkohlengebietes gelegenen Gruben. Infolge des generellen Nordwest-Einfallens der Gebirgsschichten ist es verständlich, daß diese Grube Flöze der hangenderen Karbonschichten baut. Aufgeschlossen ist die Schichtenfolge vom Tonstein 1 im Liegenden bis zum Flöz Schwalbach im Hangenden. Durch den Querschlag 2 - west - nach Süden in der 3. Sohle sind noch einige Meter im Liegenden des Tonsteins 1 aufgefahren. Und durch den Schacht Lummerschied sind über das Flöz Schwalbach hinaus noch jüngere Schichten erschlossen. Demnach liegt hier eine aufgeschlossene lückenlose Schichtenfolge von den höheren Luisenthaler Schichten (Westfal D) bis zu den tieferen Heusweiler Schichten (Stefan B) vor. Der Abbau bewegt sich im oberen Teil der Heiligenwalder Schichten vom Flöz Gisela = Flöz Sophie (Reden) im Liegenden bis zum Flöz Eilert im Hangenden und in den Göttelborner Schichten (Stefan A) im Flöz Wahlschied und Schwalbach. Durch den nördlichen Hauptquerschlag in der 2. Sohle wurden zunächst Schichten des oberen Westfal D, sodann solche des Stefan A mit den Flözen Wahlschied und Schwalbach erschlossen. Das Holzer Konglomerat als Grenzhorizont zwischen dem Westfal und dem Stefan hegt hier mit einer Mächtigkeit von 5-6 m vor. Seine Gerölle erreichen Durchmesser bis 20 cm. Die Farbe des Gesteins ist rötlich. Im Liegenden des Holzer Konglomerats liegt eine 15 m mächtige Gesteinsserie, die aus Sandstein, Sandschiefer und Schieferton mit einem dazwischen geschalteten Kohlenflözchen (Abb. 1) besteht. Weiter im Liegenden ist ein 8-9 m mächtiges Konglomerat aufgeschlossen, dessen Gerölle bedeutend kleiner sind. Es hat stellenweise eine schwache Rotfärbung; doch herrscht die graue Farbe vor. Unter diesem Konglomerat liegt das Flöz Eilert.