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Zur Geologie und Mineralogie der Wolframlagerstätten von Belalcázar und Vilches in Spanien

Rechenberg, Hans P.

Kurzfassung

In der Zeitschrift für Erzbergbau und Metallhüttenwesen veröffentlichte F. AHLFELD vor einiger Zeit einen zusammenfassenden Aufsatz über die spanischen Wolframvorkommen. Vilches ist jedoch nur kurz behandelt worden und Belalcázar wurde nicht erwähnt, weil die Vorkommen erst im Aufschlußstadium standen. Die Untersuchung der Vorkommen von Balalcázar zeigte, daß die Paragenese von Wolfram mit Baryt möglich ist, und betr. Vilches konnten ebenfalls einige bisher unbekannte Resultate verzeichnet werden. Verf. hatte im Sommer 1953 Gelegenheit, die beiden hier zur Frage stehenden Lagerstätten zu besuchen. A. Das Wolframerzvorkommen von Belalcázar I. Allgemeines Die Wolframerzvorkommen von Belalcázar liegen in der Provinz Cordoba, etwa 80 km nördlich der Stadt gleichen Namens. Vom Ort Belalcázar aus sind es dann noch 8 km bis zum Vorkommen in südöstlicher Richtung. Die beiden verliehenen Konzessionen heißen Alcantarilla und Cogolla alta (Abb. 1 und 2). AHLFELD hat diese Wolframitlagerstätten in seiner Arbeit nicht erwähnt, sicherlich weil zur Zeit seines Besuches in Spanien nur die ersten Schürfe hier vorhanden waren. Immerhin scheint doch in dem großen Granitzug nördlich Cordoba ein Wolfram- und Zinnträger größeren Maßstabes vorzuliegen, so daß auf die Lagerstätten in dieser Arbeit eingegangen werden soll. Erst seit 1952 sind die Vorkommen von Belalcázar bekannt, wenn auch schon seit Jahren in der Umgebung Bergbau auf Wolfram, Zinn und Kupfer getrieben wurde. Alle diese Lagerstätten sind an ein längliches, nordwest-südost-gestrecktes Granitmassiv gebunden, das einen Teil des ganz Spanien und Portugal durchziehenden variszischen Granitmassives darstellt. Innerhalb der Provinz Cordoba sind sowohl am nördlichen wie auch am südlichen Rand des Granites verschiedene Mineralfundpunkte. Abb. 1 zeigt die Lage und Ausdehnung des Plutons. Topographisch handelt es sich um ein leicht hügeliges Land, im Sommer ist es sehr heiß, die Flüsse sind fast oder ganz ausgetrocknet, so daß die Wasserversorgung problematisch wird. Landwirtschaft wird verhältnismäßig wenig getrieben, die Bodenbedeckung besteht aus Gras, kleinen Sträuchern und wenigen Bäumen. Verkehrsmäßig ist diese Gegend nicht besonders gut erschlossen. Von Cordoba führt aber eine gute Straße nach Belalcázar.