Original paper

Über einige stratigraphische und fazielle Fragen der Schichtenfolge im Hennetal und südlich Meschede

Heitfeld, K.-H.

Kurzfassung

Auf der Hauptversammlung der D.G.G. 1954 in Arnsberg wurde über das Gebiet der Hennetalsperre und die geologischen Vorarbeiten für den Bau referiert (s. ds. Bd., S. 402). Im vorliegenden Vortrag sollte die Schichtenfolge des Hennetales in das allgemeine stratigraphische Bild eingeordnet und einzelne, besonders interessante spezielle Probleme erörtert werden. Es wurden die Schichten des Oberen Mitteldevons im Hennegebiet beschrieben und mit den westlichen und östlichen Profilen (Wennetal, Elpetal) verglichen. Die faziellen Änderungen der einzelnen Horizonte wurden aufgezeigt und diskutiert. Spezieller wurde der Flinzhorizont und seine vulkanischen Einlagerungen erörtert. In die Flinzschichten sind 1 Keratophyr- und 2 Tuffhorizonte eingeschaltet. Während der Tuff 1 im Hennetal als durchgehender, etwa 15 m mächtiger Horizont ausgebildet ist, ist der Tuff 2 vielfach aufgelöst und schwankt in seiner Gesamtmächtigkeit zwischen 2 und 20 m. Es wurden Bilder aus diesem Horizont vorgeführt, die zeigen, daß die Tuffpartien z.T. völlig unregelmäßig in die Schichtenfolge eingeschaltet sind. Dabei wurden die Flinzschichten von dem vulkanischen Material z.T. durchspießt. Häufiger treten Fließstrukturen auf. Eine Erklärung für diese Beobachtungen steht vorerst noch aus. Weitere Untersuchungen werden vorgenommen.