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Die Mikrofauna des oberen Westfal A (Kohlscheider Schichten) im Aachener Raum

Vangerow, E. P.

Kurzfassung

Die Kohlscheider Schichten (entsprechend den Bochumer Schichten) wurden mikrofaunistisch untersucht; dabei ergab sich bei der Probeentnahme auch eine petrographische Aufnahme. Es wurden auf verschiedenen Gruben Profile, soweit aufgeschlossen, durchgearbeitet, so daß die gesamte Schichtfolge in mehreren Parallelprofilen vorliegt. In den Schichten fand sich eine reiche, aber meist sehr schlecht erhaltene Ostrakodenfauna, wenn auch in sehr wechselnder Verteilung auf die einzelnen Abschnitte. Auch die Arten- und Individuenzahl der einzelnen Horizonte schwankte sehr. So fanden sich im unteren Profilabschnitt (s. Tab.) eine arten- und auch individuenreiche Fauna, doch gelegentlich auch Lagen, die nur durch einzelne Exemplare angedeutet waren. Der mittlere Abschnitt war ärmer, vor allem auch an Individuen, ebenso der obere, mit Ausnahme über Flöz G und E. Folgende Arten wurden über den verschiedenen Flözen gefunden (vgl. Tab.): Foraminiferen wurden nur im Wasserfallhorizont, der die untere Grenze der Kohlscheider Schichten darstellt, gefunden, und zwar Ammodiscus sp. und Hyperammina sp. Außer den schon häufig beschriebenen nicht-marinen Muscheln wurden Wurmspuren (vor allem "Augenschiefer"), Fischreste und Megasporen beobachtet. Im Verlauf der Arbeiten wurde der Vergleich mit den Sedimentations- und Faunenzyklen, wie sie im Ruhrgebiet in letzter Zeit vor allem durch JESSEN herausgearbeitet, wurden, versucht. Es zeigte sich jedoch, daß normale Sedimentationszyklen sehr selten sind. Meist war der Wechsel von sandigen und tonigen Gesteinen sehr unregelmäßig, nur, daß die Flöze meist auf überwiegend sandigen Gesteinen folgten. Noch weniger entspricht die Faunenfolge über einem Flöz der von JESSEN gefundenen. Die Hauptschwierigkeit liegt natürlich dabei darin, daß außer dem Wasserfallhorizont "echte" marine Einschaltungen fehlen.