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Das Mitteldevon im Oberharz

Simon, W.

Kurzfassung

In Mächtigkeits- und Faziesänderungen von Calceola-Schiefer, Goslarer (= Wissenbacher) Schiefer, Stringocephalen-Schichten sowie oberdevonischen Cephalopoden-Kalken und Cypridinen-Schiefern zeichnet sich eine Schwelle ab, die im jüngeren Devon etwa im Streichen des späteren Faltenbaues den Oberharz-Abschnitt der variscischen Geosynklinale durchzog. Sie fällt räumlich annähernd mit dem späteren Sattel unterdevonischer Schichten zusammen (Kontrollmöglichkeit: Mulden mit Mitteldevon im Sattelbereich). Der mitteldevonische submarine Vulkanismus des Oberharzes ist auf die NW- und SE-Flanke der Schwelle beschränkt. Die Rammelsberger Erzlager sind am NW-Abfall, die Roteisenerzlager des Oberharzer Diabaszuges am SE-Abfall gebildet worden. Gegenüber der im Unterdevon (Ems) sich andeutenden Oberharzschwelle (zwischen Kahlebergsandstein und Hauptquarzit; faunistisch begründet) ist diese mittel- bis oberdevonische Schwelle gegen NW verlagert.