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Der Kohlenbergbau in USA und im Oberbayerischen Pechkohlengebiet Erkenntnisse anläßlich einer Studienreise nach den USA

Böhm, E.

Kurzfassung

Einleitung Der Weg der Studienreise führte vom Pittsburgher Kohlen- und Eisenzentrum der USA nach dem Westen und von dort in die Nordstaaten Montana, Nord-Dakota und weiter nach dem Staat Ohio, um von dort über Pittsburgh und Washington nach New York zurückzukehren. Die Diskussion über den amerikanischen Bergbau wurde umrahmt von Reisebildern, die einen Einblick in die Verhältnisse und das Leben des Amerikaners vermitteln sollten. Kohlenvorräte und Kohlenwirtschaft Die hohe Produktivität im amerikanischen Kohlenbergbau ist durch 4 Tatsachen begründet: 1. Die nahezu unerschöpflichen Reserven an Kohle. 2. Die außerordentlichen günstigen geologischen Verhältnisse der Mehrzahl der betreffenden Kohlenlagerstätten. 3. Die außerordentlich hoch entwickelte Bergmaschinenindustrie der USA. 4. Der auffallend hohe Ausbildungsgrad und technische Sinn des amerikanischen Menschen. Die USA verfügen über Anthrazit, Steinkohlen, Glanzkohlen und Lignitkohlen. Von den Steinkohlenflözen ist das Pittsburgher Flöz im Osten das bedeutendste. Während die Glanzkohlen verhältnismäßig kleine. Vorkommen darstellen, besitzen die Braunkohlenlagerstätten im Norden große Ausdehnung bis hinein nach Kanada. Nach Schätzungen des Büro of Mines besitzt die USA einen Gesamtkohlenvorrat von 2 183 009 . 10 6 to, so daß diese Lagerstätten bei einer jährlichen Gewinnung von 500 Mio to noch für 2100 Jahre reichen, wobei Abbauverluste von 20-50% eingerechnet sind. Eine Aufstellung der Betriebsgrößen im Kohlenbergbau ergibt folgendes Bild.