Original paper

Der Zechstein im Gebiet von Annweiler (Südpfalz)

Hentschel, Hans E.

Kurzfassung

Im Kern der sog. "Albersweiler Aufwölbung" kommen im südlichen Haardtgebirge unter dem Buntsandstein ältere Formationen heraus. Besonders das Oberrotliegende hat hier noch einmal eine größere zusammenhängende Verbreitung. Es zeigt in seinem hangendsten Teil eine 20-30 m mächtige ± homogene Sandsteinfolge, die - im Gegensatz zu den tieferen Schichtgliedern - zwischen Ramberg (N) und Silz (S), Albersweiler (E) und Rinntal (W) ziemlich gleichmäßig ausgebildet ist. Darüber legt sich konkordant der Zechstein. Seine Mächtigkeit ist gering. Im Gebiet zwischen dem Orensberg (N Albersweiler) und dem Kaiserbachtal (N Klingenmünster) erreicht sie auf schmaler Ost-West-Erstreckung mit 3-4 m ihr Maximum. Nach Süden, Westen und Norden gehend, ist eine Mächtigkeitsabnahme festzustellen. In der Umgebung von Silz stehen nur noch 0,7 m faunistisch nachweisbaren Zechsteins an. Bei Sarnstall und Ramberg sind es 0,8 bzw. 0,9 m. Die Linien gleicher Mächtigkeiten verlaufen gegen den Haardtrand und sind halbkreisförmig nach Westen angeordnet. Parallel zur Mächtigkeitsabnahme ändert sich auch der petrographische Aufbau. Am Rothenberg, westlich Eschbach, folgen über dem Sandstein des Oberrotliegenden geringmächtige (0,1 m) blaugraue und grünliche, fossilreiche, milde Schiefertone. Den darüber liegenden 1,5 m mächtigen milden, schokoladenbraunen Schiefertonen sind 6 dichte Dolomitlagen zwischengeschaltet, die 2-7 cm stark werden. Nach 1,0 m zunehmend sandiger werdenden, braunen bis graubraunen Schiefertonen beschließt eine 30 cm dicke Lage schichtigen dolomitischen Sandsteins das Profil. Alle angegebenen Gesteine führen mit unterschiedlicher Häufigkeit Fossilien. Der versteinerungsfreie Untere Buntsandstein beginnt mit feinschichtigen roten Sandsteinen. Nach Süden, Westen und Norden keilen die Dolomitlagen unter Verringerung ihrer Anzahl sukzessive aus. Ebenso treten die blaugrauen, grünen und schokoladenbraunen milden Schiefertone mehr und mehr zurück. Die Schichten des Zechsteins werden sandiger. Bei Silz liegen über dem Oberrotliegend-Sandstein splitterige, fossilarme sandige Schiefertone, die im Hangenden von einem groben, fossilreichen Sandstein (0,2 m) abgelöst werden. Im Profil Sarnstall und Ramberg bilden dichte, hellfarbige, stark sandige Dolomitbänke im oberen Teil, und blaugraue tonige Sandsteine bzw. reine schichtige Sandsteine im unteren Teil den Zechsteinhorizont.