Original paper

Eisenzufuhr und Eisenfällung am Beispiel des Porsangerfjords

Birzer, Friedrich

Kurzfassung

Der im nördlichsten Norwegen gelegene Porsangerfjord eignet sich besonders gut für Beobachtungen über die Zuruhr von Eisen in ein Meeresbecken und dessen Sedimentationsmöglichkeit. Er reicht zwischen dem 70. und 71. Breitengrad in NNE-SSW-Richtung über 100 km weit in das Landinnere. Im nördlichen und mittleren Teil ist er von oft hoch aufragenden Felsküsten des kaledonischen Gebirges begrenzt. Der südliche Teil liegt in der nichtmetamorphen kambro-silurischen Porsangerserie, die aus Sandsteinen, Tonschiefern, Kalken und Dolomiten besteht, mit einer Gesamtmächtigkeit von über 500 m. Am Südende des Austerbotn, einer Bucht des Porsangers, erreicht das präkambrische Grundgebirge gerade noch den Fjord. Der Untergrund ist in der Gegend der Mündung des Lakselv und Brennelv weitgehend von jungen Sand- und Tonablagerungen verhüllt, die infolge der nacheiszeitlichen Landhebung über dem Meeresspiegel anstehen, die an der Mündung des Fjords in das Eismeer etwa 20 m, am Südende etwa 80 m beträgt. Die flächenhaft verbreiteten jungen Ablagerungen bilden ausgeprägte Terrassen. Die unterste dieser Terrassen liegt in Höhe des höchsten Hochwassers des gezeitenbewegten Fjords, an dessen Südende der Tidenhub im Mittel 2 m beträgt (Springzeit 2,6 m; Nippzeit 1,35 m). Bei Niedrigwasser laufen große Flächen trocken, besonders im Vesterbotn und vor der Mündung des Stabburselv. Die Breite der Watten ist aus der Abbildung ersichtlich. Bei Niedrigwasser ist der Vesterbotn durch eine nur einen halben Meter tiefe Rinne mit dem Fjord verbunden. Die Niederschlagsmengen im Gebiet des Porsangers nehmen von Norden nach Süden von 1000 mm auf weniger als 400 mm ab, ebenso die Durchschnittstemperaturen, die an der Mündung des Fjords ein Januarmittel von -6° und am Südende von -10° aufweisen, bei entsprechenden Werten für Juli von 10° und 11°. Die chemische Verwitterung ruht bei diesen Temperaturverhältnissen während eines großen Teils des Jahres. Sie besteht in einer deutlichen Podsolierung.