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Die Parallelisierung des Permokarbons in der Mansfelder und Halleschen Mulde

Gallwitz, H.

Kurzfassung

Mit dem Begriff der Mansfelder Mulde verbindet jeder Geologe den des Kupferschiefers, und ähnlich mit der Halleschen Mulde den Begriff der flözführenden Wettiner Schichten. Stratigraphisch gesichert ist nur der Horizont des Kupferschiefers im Unteren Zechstein, schon die stratigraphische Zuordnung der Wettiner Schichten schwankt zwischen Oberkarbon und Unterrotliegend. Zwischen beiden Horizonten liegt das Rotliegende, dessen terrestrische Ablagerungen einer zuverlässigen Untergliederung große Schwierigkeiten bereiten. Eine neue stratigraphische Bearbeitung des Rotliegenden ist von der Mansfelder Mulde ausgegangen, worüber ich auf der Würzburger Tagung berichtet habe. Inzwischen wurden entsprechende Untersuchungen auf die Hallesche Mulde ausgedehnt. Eine engere Beziehung zum Rotliegenden der Mansfelder Mulde hatte sich hier bisher nicht ergeben, da man, abgesehen von den Eislebener Schichten, hier nur Unterrotliegendes annahm, während man die Hornburger Schichten der Mansfelder Mulde für Oberrotliegend hielt. Beide Gebiete lassen sich nunmehr eingehender vergleichen, wenn auch noch wegen des starken Fazieswechsels manche Fragen offenbleiben mußten. Sie sollen mit sedimentpetrographischen Methoden angegangen werden. Aber schon die Spezialkartierung und feinstratigraphische Profilaufnahmen haben nach altbewährten Methoden, ergänzt durch mikromagnetische Vermessungen, einige Ergebnisse gezeitigt. Die Gliederung des Rotliegenden soll zunächst nach Sedimentationszyklen erfolgen und einer späteren regionalen Betrachtung überlassen bleiben, wo die Grenze zwischen Unter- und Oberrotliegendem zweckmäßig zu ziehen ist. Wichtig für die Verbindung zwischen Mansfelder und Hallescher Mulde ist das Profil des Dobisgrundes westlich Wettin, das von G. PRIMKE (Diplomarbeit 1956) neu aufgenommen wurde. Hier zeigte sich, daß der obere Teil des Siebigeröder Sandsteins in die Unteren Wettiner Schichten eingeht.