Original paper

Goslar - Harzrand bei Goslar - südlicher Salzgitterscher Höhenzug am Flöteberg bei Othfresen - Ringelheimer "Mulde" - Querprofil durch die Schichtenaufwölbung des Hildesheimer Waldes bei Bad Salzdetfurth - Dogger von Hildesheim

Martini, H. J.; Pilger, A.; Schmid, F.; Westermann, G.

Kurzfassung

Ziel der Exkursion war das Studium der Saxonischen Tektonik im Raum zwischen Harz und Hildesheim (Gebiet der kongruenten Faltung STILLES) unter besonderer Berücksichtigung der Zusammenhänge zwischen den tektonischen Formen und dem Zechsteinsalz auf der einen Seite, den tektonischen Formen und Fazies und Paläogeographie von Trias, Jura und Kreide andererseits. - Zusätzlich wurden einige klassische Lokalitäten der Paläontologie und der Stratigraphie besucht, die in jüngerer Zeit Neubearbeitungen erfahren haben. Der von der Exkursion besuchte Raum ist einer der bestaufgeschlossenen, bestuntersuchten und tektonisch vielfältigsten Teile des Saxonikums. Weder war es aber an einem kurzen Oktobertag möglich, die Exkursion mit all den tektonischen Leckerbissen des Gebietes bekanntzumachen noch kann dieser Bericht sich mit allen während der Führung behandelten Problemen erschöpfend auseinandersetzen. Der Berichterstatter muß sich darauf beschränken, die von ihm bei der Führung, in Publikationen und Vorträgen vertretenen Auffassungen darzustellen, ohne daß er jedoch damit abweichende, ihn selbst immer wieder zur Eigenprüfung anregende, zu ernsthafterem Nachdenken zwingende und daher von ihm sehr begrüßte Auffassungen totschweigen möchte. Der erste Blick auf die Karte läßt das Exkursionsgebiet als einen Raum erkennen, in dem Schichtenaufwölbungen, zum Teil seit fast 20 Jahren als Beulen erklärt, mit Schichteneinwölbungen im Wechsel stehen. Sie streichen überwiegend herzynisch (Elm, Asse, Fallstein, Harly, Salzgitter, Rhüden, Hildesheimer Wald, Leinetalachse), zum Teil aber auch rheinisch (Lutter, Elze, Sarstedt-Sehnde, Benthe) oder gar erzgebirgisch (Grasdorf). Einige dieser Aufwölbungszonen sind von CARLÉ als im Deckgebirge bruchlose Beulen über Salzanschuppung im Untergrund erklärt worden (Elm, Fallstein, Oder). Ergebnisse von Bohrungen unterstützen diesen Standpunkt, haben aber im Fallstein Bruchtektonik im Subsalinar erkennen lassen.