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Exkursion zu den Erdölfeldern am Nordwestrand des Gifhorner Troges

Hecht, F.; Hedemann, H.-A.; Roll, A.; Rühl, W.; Schott, W.

Kurzfassung

Die Exkursion führte zunächst nach dem Ort Hohne, 20 km östlich Celle, und begann mit einer einführenden Vortragsfolge in den Räumen der Erdölwerke Hohne. Hier begrüßte Herr F. TEUTER die Exkursionsteilnehmer im Namen der Deutschen Erdöl-Aktiengesellschaft und wünschte der Exkursion, deren Tagesprogramm er erläuterte, einen guten Verlauf. Anschließend behandelte Herr W. SCHOTT die Stellung des osthannoverschen Raumes in den erdölhöffigen Gebieten Nordwestdeutschlands. Er wies besonders darauf hin, daß die norddeutschen Erdöllagerstätten, wie inzwischen allgemein bekannt ist, an Juratröge geknüpft sind. An das große niedersächsische Jura- und Unterkreidebecken, in welchem Salzstöcke, Antiklinalen und andere Strukturtypen Erdöllagerstätten aufweisen, stößt im ostniedersächsischen Raum ein besonders ausgeprägter Juratrog, der Gifhorner Trog. Er streicht im näher bekannten Gebiet um Gifhorn rheinisch, und sämtliche Abteilungen des Jura weisen innerhalb des Troges eine teilweise erhebliche Mächtigkeitszunahme im Vergleich zu den Randgebieten auf; die Verbreitung des Malm ist auf das Troginnere beschränkt. Aus dem Gebiet dieses Troges, der südlich bis in das Harzvorland reicht, sind zwar Erdölausbisse und Spuren bereits seit altersher bekannt; an seinem Westrand sind auch zwei alte Erdölfelder schon seit Jahrzehnten in Förderung und einige weitere Erdölfelder in den Jahren 1935 bis 1945 erschlossen worden, aber eine erdölgeologisch besonders ausgezeichnete Stellung in Norddeutschland bekam der Gifhorner Trog erst durch die großen Erdölfunde an seinem Nordwestrand in den Jahren 1950 bis 1954, wo neue Strukturtypen erschlossen wurden. Diesen galt besonders die Exkursion mit der Befahrung der Erdölfelder Hohne, Hankensbüttel und Örrel-Süd/Wesendorf-Nord, während mit Wesendorf ein Feld des Salzstocktyps, dessen Geschichte besonders gut bekannt ist, besichtigt werden sollte. Herr F. HECHT ergriff nunmehr das Wort, um die Aufschlußmethodik für die Strukturtypen und den Bau der Ölfelder zu schildern.