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Eine Durchquerung des Kaledonischen Gebirges in Südnorwegen und Schottland

Rode, K.

Kurzfassung

Sie wurde durchgeführt im Sommer 1955 von einer Exkursion des Geologischen Instituts der T.H. Aachen. Die Stationen der Reise waren: Süd-Schonen, Oslo-Gebiet unter Führung von O. HOLTEDAHL, Finse an der Bergensbahn, Berwick upon Tweed, Loch, Assynt, London. Die Begehung und Befahrung zu Wasser und zu Lande galt in erster Linie dem fennoskandischen mit dem laurentischen Rand des Gebirges. In diesem weitgespannten Rahmen hatten die klassischen Silur-Profile, die permischen Magmatite und die Grabenrandverwerfungen des Oslo-Gebietes ebenso ihren Platz wie das Kambro-Silur, das Torridon und das Old Red von Schottland und auch das sogenannte "Schottische Unter-Karbon" und die Vulkanite von Edinburgh. Eindrucksvolle Beobachtungen verschiedener Stufen der Küstenmorphologie, frischer, modellartiger Stauchmoränen an dem in 30 Jahren kilometerweit zurückgewichenen Hardanger Jökul drängten sich außerhalb des eigentlichen Exkursionsthemas auf. Schließlich wurde auch die einzige skandinavische Kohlenlagerstätte des Lias der Höganäs-Serie auf der Anreise besucht. Intensive Museumsführungen in Oslo, Edinburgh und London vertieften, ergänzten und verbanden die örtlich weit getrennten Geländebefunde. Die Exkursion fand statt in Erinnerung an die erste Forschungsarbeit von HANS CLOOS mit seinen Schülern im Oslo-Gebiet vor genau 30 Jahren. Im Vortrag wurde versucht, mit zwei Bildwerfern Aufschluß und Landschaft, Geländeskizzen, Karten und Profile, die örtliche Besonderheit und den großen Bauplan des Gebirges miteinander zu verbinden.