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Einige geologische Ergebnisse im Erdölfeld Landau

Schad, A.

Kurzfassung

An Hand von Lichtbildern wurden die bisherigen stratigraphischen, tektonischen und ölgeologischen Erfahrungen dargestellt. Der Erdölaufschluß begann schon um die Jahrhundertwende auf Grund von Ölanzeichen an der Oberfläche. Erst der Einsatz von reflexionsseismischen Messungen ließ die Lagerungsverhältnisse im Untergrund so weit klären, daß Bohrungen mit Aussicht auf Erfolg angesetzt werden konnten. Mit der Bohrung Landau 2 wurde im Herbst 1955 das Feld gefunden und seither systematisch entwickelt. Schichtenfolge: Es sind bisher folgende Schichtkomplexe erfaßt worden: Oberster Buntsandstein - Keuper (anscheinend lückenlos); Jura fehlt (wahrscheinlich infolge prätertiärer Abtragung); Tertiär mit Lymnäenmergel (etwa 150-200 m); Pechelbronner Schichten (rund 480-500 m); Graue Schichtenfolge (etwa 380 m); Bunte Niederröderner Schichten (etwa 220-230 m); Cerithien-, Corbicula- und Hydrobien-Schichten (zusammen bis rund 850 m) schließlich fragliches Obermiozän, Pliozän und Pleistozän (bis rund 150 m); Die Gliederung der Tertiär-Folge gelingt auf Grund der faziellen Entwicklung sowie durch Kopplung von Schlumberger-Korrelation und mikropaläontologischen Befunden. Schwierigkeiten in der Unterteilung machen besonders die Bunten Niederröderner Schichten und Teile der Pechelbronner Schichten. Speicher enthalten Pechelbronner Schichten, Graue Schichtenfolge und Bunte Niederröderner Schichten. Alle Speicher zeigen starke Mächtigkeitsschwankungen und vermergeln z. T. auf kurze Strecken. - In den Cerithien-Schichten, Corbicula-Schichten und Hydrobien-Schichten lassen sich aus Mächtigkeitsänderungen synsedimentäre Bewegungen ableiten. Lagerungsverhältnisse: Östlich des morphologischen Randbruches liegt die von NOTTMEYER (1954) untersuchte Vorbergzone. Der Raum östlich dieses Bereiches ist inzwischen von Reflexionsseismik eingehend untersucht worden. Es hat sich dabei gezeigt, daß dieser Raum von einer Anzahl von (teils synthetischen, teils antithetischen) Störungen in etwa NS-gerichtete Schollenstreifen zerlegt ist; diese steigen im allgemeinen gegen Westen zu an. Innerhalb des Ölfeldes konnten bisher zwei antithetische und eine synthetische Abschiebung über größere Bereiche hin verfolgt werden; dies konnte an Hand von Profilen und Streichlinien der Störungsflächen gezeigt werden.