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Die Frühgeschichte der Landesgeologie in Baden-Württemberg.

Kirchheimer, F.

Kurzfassung

Der Vortrag beschäftigte sich vorwiegend mit den geologischen Übersichtskarten vom Gebiet des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg aus der Zeit vor dem Erscheinen der ersten Blätter der amtlichen Aufnahme 1:50 000 (Baden 1858; Württemberg 1865). Als ältestes Kartenwerk ist die STAHLsche "Mineral-Charte von dem Herzogthum Würtemberg" aus dem Jahre 1752 anzusehen. Indessen bezeichnet sie nur Fundpunkte von Gesteinen und Mineralien, erteilt aber keine Hinweise auf die flächenmäßige Verbreitung. Die ältesten geologischen Karten im engeren Sinne sind 1822 von I. ROGG und C. KEFERSTEIN (II. Aufl. 1828) veröffentlicht worden. Wenig später erschienen die durch HAMMER (1823), v. OEYNHAUSEN, v. LA ROCHE & v. DECHEN (1825) und V. BUCH (1926; II. Auflage 1832) entworfenen Karten. Die WALCHNERsche "Geognostische Karte von Baden" aus dem Jahre 1832 ist nicht gedruckt worden, sondern gelangte, wie auch die PAULUssche "Geognostische Karte des Königreichs Würtemberg" (1834), lediglich in die Hände weniger Geologen. Auch das im gleichen Jahr von C. RATH hergestellte geologische Relief von Württemberg ist nur in einigen Exemplaren vorhanden gewesen. 1845 erschien eine "Geognostische Karte von Württemberg, Baden und Hohenzollern", die H. BACH zusammengestellt hat (II. Aufl. 1857). Schließlich haben G. LEONHARD (1846) und HEHL (1850) geognostische Skizzen der beiden Landesteile vorgelegt. Die Mehrzahl der erwähnten Karten ist im Lichtbild vorgeführt worden. Ihre Folge ergibt einen Einblick in die Entwicklung der Ansichten über die geologische Struktur des Landes und die Stratigraphie der Formationen. Eingehend soll die frühe geologische Kartographie im Rahmen einer Schrift über die Geschichte der Landesgeologie in Baden-Württemberg behandelt werden.