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Der Aufbau des Malsburger Granitplutons auf Grund quantitativer Modal- und Radioaktivitätsbestimmungen.

Rein, G.

Kurzfassung

Die Gliederung eines geologisch selbständigen Granitkörpers läßt sich mit den Methoden von H. CLOOS oder B. SANDER durchführen. Hier wird am Beispiel des Granitplutons von Malsburg (Südschwarzwald) erstmalig versucht, eine solche an Hand seiner quantitativen Zusammensetzung und seiner Radioaktivität zu erhalten. Zu diesem Zweck wurden etwa 180 Gesteinsproben nach statistischen Gesichtspunkten der etwa 100 km2 großen Granitfläche entnommen bzw. mittels eines Koinzidenzgerätes Aktivitätsmessungen durchgeführt und ausgewertet. Punkte gleichen Mineralbestandes sind im Kartenbild durch Linien dargestellt (Isomodalen) und entsprechend die Punkte gleicher Aktivität von Thorium und Uran (Isoaktiven). Die Genauigkeit der Meßergebnisse entspricht der lokalen Inhomogenität, so daß durch die Isomodalen bzw. Isoaktiven die regionale Inhomogenität zum Ausdruck kommt. Die Isomodalen wie auch die Isoaktiven zeichnen damit den synplutonischen Kristallisations- und Differentiationsverlauf nach, einschließlich der deuterischen Mineralumwandlungen, und lassen dadurch auch die Plutonform und den Intrusionsmechanismus erkennen.