Original paper

Über quantitative Altersbestimmungen am Malsburger Granit.

Mehnert, K. R.

Kurzfassung

An den gleichen Proben, die G. REIN für seine Untersuchungen des quantitativen Mineralbestandes benutzt hat, wurden 80 quantitative Alkali-Analysen mit Hilfe der Flammenfotometrie ausgeführt. Die Werte liegen zwischen 3,7 und 6,3% ± 0,05 für K2O und zwischen 2,8 und 4,3% ± 0,05 für Na2O. Diese Schwankungen zeigen, wie heterogen Granitplutone bezüglich ihres Alkaligehaltes sein können, und daß Mittelwertsanalysen von Granitmassiven oder Berechnungen des "Magmentyps" usw. nur an petrographisch gut überprüftem, reichlichem Analysenmaterial durchgeführt werden sollten. Die Verteilung der Alkaligehalte im Malsburger Granit entspricht im Prinzip den Ergebnissen von G. REIN. Jedoch sind Abweichungen dadurch gegeben, daß die Verteilung der Alkalien auf die verschiedenen Minerale ungleich ist. Besonders die Feldspatgruppe bietet durch Bestimmung des Verteilungsquotienten des Gesamt-Natriums auf Plagioklas und Kalifeldspat ein ausgezeichnetes Mittel zur Bestimmung der Bildungstemperatur des Granits (Arbeiten von BARTH 1955 und TUTTLE 1955).