Original paper

Sporenstratigraphie im Perm und in der Trias.

Leschik, G.

Kurzfassung

Die Hauptabschnitte des Perm und der Trias lassen sich sporendiagnostisch gut voneinander trennen. 1. Unterperm: Aus den Dwykaschichten Südafrikas (Norronaub b. Gibeon) konnte der Verfasser eine reiche Sporenflora isolieren, die aber beträchtliche Unterschiede gegenüber jüngeren und älteren (Karbon- und Zechsteinfloren) aufweist. Als Leitformen gelten hier: Accinctisporites exundatus und nexus, Funisporites inductus, Verrucososporites detritus n. sp., Schopfipollenites granulatus n. sp., Discisporites sp., Densosporites (BERRY 1937) R. POT. & KREMP 1954 und Endosporites WILSON & COE. 1940. (Eine ausführliche Darstellung über diese Sporenflora ist in Vorbereitung.) 2. Oberperm: Zechstein. Kennzeichnend für den Mittleren Zechstein (Neuhof, LESCHIK, 1956) sind folgende Sporenformen: Lueckisporites virkkiae R. POT. & KLAUS, Taeniaesporites noviaulensis LESCHIK, Falcisporites zapfei (R. POT. & KLAUS) LESCHIK, Nuskoisporites dulhuntyi R. POT. & KLAUS, Trizonaesporites LESCHIK, Fuldaesporites LESCHIK. Aus den Oberen Zechsteinschichten sind Formen in den Arbeiten von KLAUS (1953) und KLAUS & R. POTONIÉ (1954) beschrieben worden. Die Proben stammen aus dem Staßfurter Salzlager und dem alpinen Salzgebirge. Hier haben die Formen vom Typus Lueckisporites sp., Falcisporites zapfei und Pityosporites schaubergeri das Übergewicht. Damit sind Mittlerer und Oberer Zechstein (nach RICHTER-BERNBURG, 1953: Z1 bzw. Z2) sporenanalytisch gut zu unterscheiden. 3. Trias: a) Buntsandstein: Vom Verfasser konnten nur ganz wenige Sporen gefunden werden bei reichlichen organischen Resten. Im Röt scheinen günstigere Verhältnisse vorzuliegen. Dennoch reichen die angetroffenen Sporen, die aus den Rötletten isoliert wurden, nicht zu einer ausreichenden Charakterisierung aus. KLAUS (1953) fand in einem Rötton aus der Gegend von Hannover zahlreiche Sporen mit dem Typus Pityosporites hallstattensis.