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Der Aufbau der zentralen Sierra Madre Oriental, Mexico

Kuegelgen, H. V.

Kurzfassung

Einleitung Das untersuchte Gebiet umfaßt den Raum zwischen 98°35' und 98°50' westlicher Länge und 20°40' und 21°00' nördlicher Breite im nordwestlichen Staate Hidalgo, Mexico. Das Arbeitsgebiet weist - als mittlerer Teil der Sierra Madre Oriental - ein sehr ausgeprägtes Relief auf, mit Höhen von 800 bis über 2600 m und entsprechend klimatischer Gliederung von der "tierra caliente" über die "tierra templada" zur "tierra fria". Infolgedessen finden wir sehr unterschiedliche Vegetations- und Anbautypen vor. Das Gebiet ist nur dünn besiedelt; sein größter Ort ist Molango im Süden. - Während in den höheren Lagen meist Kiefern und Eichen wachsen und Mais die hauptsächliche Feldfrucht darstellt, herrscht in den tieferen Lagen ausgesprochener Urwald vor, wo die Bevölkerung auf den Rodungen Zuckerrohr und Kaffee neben etwas Mais kultiviert. Da die ganze Gegend zur Ost-Abdachung Mittelmexicos gehört, bringen die Regenzeit von Mai bis in den Oktober und die Winde vom Golf reichliche Niederschläge. Die dadurch bedingte dichte Vegetationsdecke hat für den Geologen die Folge, daß die Aufschlüsse sehr spärlich sind. Meist sind sie auf Fluß- und Bachläufe beschränkt, wo der mächtige Gehängeschutt teilweise ausgeräumt wurde. - Zu erwähnen wäre noch, daß besonders die tieferen Zonen wegen der Giftschlangen nicht ungefährlich sind. In das Arbeitsgebiet führte eine nur z. T. gepflasterte Straße von Pachuca über Atotonilco El Grande-Rio Venados (bislang ohne Brücke und bei Hochwasser unpassierbar)-San Agustin Metzquititlan-Zacualtipan-Tianguistengo-Xochicoatlan-Molango-Lolotla bis nach Ixtlahuaco. Abseits der Straße kommt man auf den meist sehr schlechten Wegen nur zu Fuß oder mit Tragtieren weiter.