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Exkursion zur Blei-Zinkerz-Grube "Maubacher Bleiberg" bei Düren am 17. Mai 1958

Voigt, A.

Kurzfassung

Die Nachexkursion führte von Essen aus etwa 35 Teilnehmer zur Grube "Maubacher Bleiberg" bei Gey, wenige Kilometer südlich Düren. Dank der Aufschließung dieser Imprägnations-Lagerstätte durch einen Großtagebau ist es in den letzten Jahren möglich geworden, einen vorzüglichen Einbilde in die erzführende Schichtenfolge sowie in die Tektonik des Randgebietes der Niederrheinischen Bucht zu gewinnen. Nach der Begrüßung der Exkursionsteilnehmer durch Herrn Dipl.-Ing. MEHLBEER namens der Stolberger Zink AG. und einer kurzen Erläuterung des geologischen Baus der Maubach-Mechernicher Triasmulde durch E. SCHRÖDER schilderte A. VOIGT die speziellen tektonischen, stratigraphischen und lagerstättenkundlichen Verhältnisse bei Maubach. Die auf seine Initiative zurückgehenden Untersuchungsarbeiten seit 1936 hatten zu der Feststellung geführt, daß der Buntsandstein innerhalb der "Kufferather Hauptstaffel", einer von NW-Störungen begrenzten Bruchstufe zwischen altem Gebirge und Niederrheinischer Bucht, durch Verwerfungssysteme verschiedener Richtung und Bedeutung stark zerstückelt ist. War der ältere Bergbau in den randlichen, hochgelegenen Partien des erzführenden Mittleren Buntsandsteins umgegangen, so wurden nunmehr unter dem eingesunkenen Oberen Buntsandstein des "Kufferather Grabens" stärkere Erzanreicherungen nachgewiesen, die die Grundlage des gegenwärtigen Betriebes bilden. Zur Erklärung der auffallenden Blei-Zinkerz-Konzentrationen im Maubacher Gebiet konnte Herr VOIGT auf die genetischen Zusammenhänge verweisen, die nach seinen Untersuchungen offenbar zwischen dieser Lagerstätte und dem im SW angrenzenden "Brandenberger Gangzug" bestehen.