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Frühere Untersuchungsergebnisse im Uranerzbezirk des westlichen Kaiserwaldes

Peithner, Z.

Kurzfassung

Bezieht sich auf schon seit vielen Jahrhunderten bekannte Erzvorkommen im Kaiserwald in der Gegend nordwestlich von Marienbad. Spätere Schürfungen haben den Verdacht auf Uran in diesen Vorkommen bestätigt. Es entwickelte sich in dieser Gegend ein ansehnlicher Bergbau, ursprünglich auf Blei-Silber-Erz vom gleichen Typus wie Joachimsthal. Es ist anzunehmen, daß in größerer Tiefe die primären Erze, d. i. vor allem Pechblende, vorkommen dürften, denn in den oberen Partien der Erzgänge sind nur Uranglimmer und andere sekundäre Uranmineralien aufgetreten. Derzeit werden in dieser Gegend und auch in den alten, verlassenen, einstmals großen Zinnbergbauen der königlich freien Bergstädte Lauterbach, Schönfeld, Schlaggenwald große Untersuchungsarbeiten vorgenommen, welche bereits reichhaltige Pechblende-Vorkommen nachgewiesen haben. Daß die Erze hauptsächlich in der Tiefe gelegen sind, hat schon Professor Dr. SCHUMACHER, Freiberg, vorausgeahnt. Im Vortrag wurde auch kurz von den großen Leistungen in den derzeitigen Joachimsthaler Gruben im Streckenvortrieb Erwähnung getan.