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Stratigraphie und Paläogeographie des Oberen Buntsandsteins im Saar-Lothringischen Raum

Müller, Erwin

Kurzfassung

Der Obere Buntsandstein des Saarlandes, der hier in einer generellen Mächtigkeit von 30-40 m vorliegt, kann nach faziellen Merkmalen recht weitgehend untergliedert werden. Eingehende Untersuchungen dieser Verhältnisse wurden in dem Gebiet vom Hunsrücksüdrand (Tünsdorf-Mettlach-Losheim) bis zum Südflügel des Karbonsattels = Nordflanke der Saargemünd-Pfälzer Mulde (St. Avold-Forbach-Blieskastel) durchgeführt. Das Untersuchungsgebiet umfaßt also einen Raum, der 1. nördlich der Tiefenrinne der Saargemünd-Pfälzer Mulde und 2. an den Schnittpunkten der longitudinalen Strukturen, wie Karbonsattel, Düppenweiler Schwelle, Merziger Muldengraben mit der transversalen Lothringer Querfurche, liegt. Unstimmigkeiten bei früheren Bearbeitern ergaben sich vor allem bei der Abgrenzung des Mittleren zum Oberen Buntsandstein. Die als Basis des Oberen Buntsandsteins angenommene Karneol-Dolomit-Zone konnte aus dem Bereich der Blätter Forbach, St. Avold über den W-Rand der Kreuzwalder Ebene bis in den Merziger Muldengraben verfolgt werden. Als "Violette Grenzzone" bezeichnet, stellt sie an Hand ihrer typischen Merkmale, wie Lagerung, Farbe, Verwitterung und Einschlüsse, einen ausgezeichnet erkennbaren und zur Kartierung verwertbaren Grenzhorizont dar. Vorwiegend treten intensiv rote bis violette und blaue Farbtöne auf. An Einschlüssen sind Gerölle neben Dolomiten und Verkieselungen zu nennen, die beide in dolomitisierten bzw. verkieselten Sandsteinen, in Knauern sowie in dünnen Bänken auftreten.