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Hydrogeologische Feldaufnahme und ihre kartenmäßige Darstellung

Thews, D.

Kurzfassung

Es wurde über die Aufgabenstellung bei der Fertigung hydrogeologischer Karten referiert, und die gefundenen Lösungen wurden an Hand eines historischen Überblicks aufgezeigt. Die ältesten Karten (DUMONT 1856, Wasserversorgungskommission Wien 1864, VEITMEYER 1871 und 1875) waren statische Darstellungen der Grundwassergleichen im Zusammenhang mit der Lösung spezieller Fragen der Grundwassererschließung, der Landeskultur und bei Rechtsstreitigkeiten. Später wurden mehr und mehr Übersichtskarten für Verwaltung und Landesplanung gefordert. Die erste hydrogeologische Übersichtskarte Europas entstand in der Schweiz im Maßstab 1:100 000 (HUG, I., & A. BEILICK 1934), in Deutschland durch LEMCKE (1938) 1:500 000, in Tunesien durch SCHOELLER (1939). DENNER & KOEHNE (1938) führten den Begriff der "Grundwasserergiebigkeit" bzw. "Grundwasserhöffigkeit" ein, um die Frage nach den möglichen Entnahmemengen auf Karten besser beantworten zu können. Darauf aufbauend gab GRAHMANN (1952 bis 1957) die "Hydrogeologische Übersichtskarte 1:500 000" (14 Blätter) heraus, das erste vollständige hydrogeologische Kartenwerk in Deutschland. Diese Karte wurde auf 1:1 000 000 verkleinert und durch Angabe des Niedrigwasserabflusses der Flüsse ergänzt. Als Beispiele für hydrogeologische Spezialkarten wurden die Karten von RICHTER (1954), JOHANNSEN und PREUL (1958) behandelt. Sie zeigen insbesondere Wege, wie mehrere aufeinanderfolgende Stockwerke dargestellt werden können. BREDDIN (1954) sowie KARRENBERG & NIEHOFF (1958) führten als neue Darstellungsmethode geologische und hydrologische Profilschnittkarten ein.