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Zur Geologie des Oberdevons in der nordöstlichen Dillmulde. Das Bottenhorner Becken

Stibane, Fritz

Kurzfassung

A. Einleitung Vorliegende Arbeit behandelt einen Raum der nordöstlichen Dillmulde (Rhein. Schiefergebirge), dessen Begrenzung aus Abb. 1 ersichtlich ist. Darin sind zwei Oberdevon-Streifen dargestellt, wovon der nordwestliche die streichende Verlängerung der Nanzenbacher und Eibacher Mulde KEGELS (1934) bildet und sich an das Mitteldevon der SE-Flanke des Siegerländer Sattels anschließt. Dieser Oberdevon-Streifen wird durchweg von Kulm überlagert, der unter das Mittel- bzw. Oberdevon des SE-Streifens abtaucht. Der im SE dargestellte Oberdevon-Streifen entspricht der Eisemröther Schuppe KEGELS und ist auf den vorgelagerten NW-Streifen aufgeschoben. Im NW ist der Dillmulde der Siegener Sattel vorgelagert; die SW-Begrenzung ist durch eine Grenzschwelle, die Bickener Schwelle, markiert, die Dillmulde und Hörre voneinander trennt. Letztere unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer faziellen Ausbildung, vielmehr bleibt der initiale Magmatismus allein auf die Dillmulde beschränkt. Während im SW der Dillmulde kalkiges, sandig-schiefriges und vulkanisch entwickeltes Oberdevon rasch miteinander abwechseln, wird der NE durch eine monotone Serie von Sandsteinen und Schiefem aufgebaut, die ± frei von Makrofossilien ist. Eine genauere stratigraphische Gliederung war daher z. Z. der in den zwanziger Jahren durchgeführten Kartierungen nicht möglich. Erst seit der grundlegenden Arbeit von MATERN (1929), die später durch RABIEN (1954) erweitert und ergänzt wurde, ist der biostratigraphische Wert der Ostracoden bekannt. Hinzu kommen seit jüngster Zeit die Conodonten, mit deren beider Hilfe die biostratigraphische Einstufung der einzelnen Horizonte mit einiger Sicherheit vorgenommen werden kann.