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Zur Tektonik des alten Gebirges westlich und südlich des Steinwaldes (nördliche Oberpfalz)

Hofmann, Richard

Kurzfassung

Einleitung Über das Arbeitsgebiet wurden bis jetzt, außer von einer kleinen Fläche, die zum Blatt Kemnath gehört (KAUTER 1936), noch keine genauen geologischen Karten veröffentlicht. Dies ist um so mehr zu bedauern, als dieses Gebiet - im Scharnier zwischen dem Fichtelgebirge und dem Oberpfälzer Wald gelegen - besonderes Interesse beanspruchen dürfte. Es sollen deshalb in diesem Aufsatz die durch die Untersuchungen von DE TERRA (1925), WURM (1935) und KAUTER (1936) bekanntgewordenen Tatsachen gefügetektonisch weiter ausgebaut werden. Die Arbeit wurde von Herrn Prof. Dr. A. WURM, Würzburg, angeregt, wofür ich vielmals danke. Ebenfalls danke ich der Deutschen Forschungsgemeinschaft für ihre Unterstützung. Ferner bin ich Herrn Ob.-Reg.-Rat Dr. E. O. TEUSCHER, München, für die Einblicksmöglichkeit in sein unveröffentlichtes Kartenmaterial und für freundliche Hinweise zu Dank verpflichtet. Man kann das Untersuchungsgebiet in mehrere tektonische Bereiche von NE-Erstreckung einteilen. Hierbei spielt weniger die Stratigraphie als vielmehr die Metamorphose eine Rolle. Durchschreitet man von NW her das Gebiet profilartig, so reicht die erste Zone bis Trevesen und enthält in der Hauptsache Phyllite. Schwach- bis nichtmetamorphe Verbände erstrecken sich bis vor Grötschenreuth. Dann folgen grüne Gesteine bis ungefähr Plärn. Der Bereich östlich Plärn und südlich Erbendorf wird von hochmetamorphen Gesteinen eingenommen.