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Analogien zur Schieferung in Plänerkalken

Engels, Bruno

Kurzfassung

Einleitung 1956 hat der Verfasser im Rahmen eines Aufsatzes "Zur Deutung der Querplattung (Sigmoidalklüftung)" u. a. auch auf eine merkwürdige Klüftung in den Plänerkalken des Subherzynen Beckens aufmerksam gemacht. Schon damals wurde diese "Querplattung" mit einer embryonalen Schieferung verglichen und auf entsprechende tektonische Schlußfolgerungen hingewiesen. Letztere gehen insbesondere auf die eigenartige "gesetzmäßige" Verknüpfung der Transversalschieferung mit dem Faltenwurf zurück, daß nämlich die Schieferungsflächen ± parallel zur Achsenebene der Falten verlaufen (axial plane foliation). Von dieser Prämisse ausgehend, lassen sich bekanntlich aus dem Verhältnis zwischen Schichtung und Schieferung z. B. Aussagen machen über den wahrscheinlichen Faltenbau (Lage und Form der Sättel und Mulden, Vergenz, Faltenspiegel, Achsengefälle usw.) und damit auch über die voraussichtliche Lage der Schichtung (stratigraphisch Hangendes und Liegendes) bzw. ihrer primären Ober- oder Unterseite ("Oben-unten"), Aus dem so ermittelten Faltenbau können Rückschlüsse auf die Schichtmächtigkeiten gezogen werden u. dgl. mehr. Aus diesen wenigen Andeutungen möge man bereits ersehen, welche Bedeutung u. U. einer echten Transversalschieferung (Achsenebenen-Schieferung) im Saxonikum beizumessen ist, selbst wenn es sich nur um eine örtlich bzw. embryonal ausgebildete Schieferung handelt.