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Ein beobachteter Fall von Achsenverspringen im nördlichen Ruhrkarbon

Adler, Rudolf

Kurzfassung

1. Lage des Aufnahmegebietes Im Rahmen eines Forschungsauftrages der Montangeologischen Arbeitsgemeinschaft für die Westdeutschen Steinkohlengebiete konnte ich eine Reihe geologischer Untersuchungen auf den Schachtanlagen Bergmannsglück und Westerholt im nördlichen Ruhrgebiet durchführen. Dabei bot sich die Gelegenheit, einen Aufschluß in Flöz Karl mit dem laufenden Abbau zu verfolgen und ein regionaltektonisch besonders interessantes Problem zu bearbeiten. Die Schachtanlage Bergmannsglück liegt im nördlichen Stadtgebiet von Gelsenkirchen-Buer. Ihr Baufeld erstreckt sich von dort weit nach Norden bis in die Höhe der Ortschaft Polsum. Das Karbon wird hier bereits von einem über 300 m mächtigen Deckgebirge überlagert. Der in diesem Zusammenhang zu betrachtende Aufschluß liegt im Nordwesten des Baufeldes unmittelbar an der Grenze zum Baufeld Scholven (Abb. 1). Hier geht der Abbau zwischen der ersten (-318 m NN.) und zweiten Sohle (-425 m NN.) in Flöz Karl um. Dieses Flöz gehört den mittleren Bochumer Schichten des oberen Westfal A an.