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Paläogeographie des Albs in den Keltiberischen Ketten Spaniens

Saeftel, Henning

Kurzfassung

1. Einleitung Die mittlere Kreide liegt in den Keltiberischen Ketten NE-Spaniens in zwei Ausbildungen vor: einer kontinentalen Fazies, den sog. Utrillas-Schichten, und einer marinen (s. Abb. 1). Die Utrillas-Schichten sind leicht kenntlich, da sie aus lebhaft gefärbten Sanden und Tonen bestehen und überall den Hang unterhalb der Steilstufe der Oberkreidekalke einnehmen. Im SE, in der Provinz Valencia, wie auch im N, südöstlich von Vitoria, geht die kontinentale Fazies in die marine über. In dem südöstlichen Verzahnungsgebiet wurde der Versuch gemacht, das bisher nicht genau bekannte Alter der Utrillas-Schichten biostratigraphisch festzulegen. Ein zweites Ziel der Arbeit war, Gestalt und Füllung des Sedimentationsraumes der Utrillas-Schichten mit lithostratigraphischen Methoden zu klären. Dazu wurden 136 über ganz Keltiberien verteilte, möglichst vollständige Profile aufgenommen, wobei besonders die Mächtigkeit, die Schichtung, die petrographische Ausbildung und der Geröllbestand Beachtung fanden. Als topographische Grundlage diente die spanische Karte im Maßstabe 1:50 000. - Die Zahlen im Text, die in Klammem hinter den Ortsangaben stehen, verweisen auf das Profilverzeichnis im Anhang und auf die Übersichtskarte (Abb. 2).