Original paper

Die Qasyoun-Antiklinale bei Damaskus (Syrien)

Jux, Ulrich; Omara, Sayed M.

Kurzfassung

Zusammenfassung Es wird ein stratigraphisches und tektonisches Bild des Qasyoun-Sattels gegeben, der unmittelbar nordwestlich von Damaskus mit starker SE-Vergenz als erste Antiklinale der Palmyra-Ketten an die Damaszene-Schotterebene grenzt. Die vom gesamten Baubild der übrigen libanesisch-syrischen, horstähnlichen Gebirge abweichende Qasyoun-Struktur erklärt sich durch diapiritische Kompensationsbewegungen mobilisierbarer Schichtenverbände unter kompetenten Cenoman-Turon-Kalken im Kern des Sattels, die beim Einbruch der heute mit quartären und jungtertiären Schottermassen gefüllten Damaszene ausgelöst wurden. Das tektonische Bewegungsbild ist außerdem durch gravitative Zugkräfte bestimmt, die einen SE-Vordrang des Sattels in die abgesenkte Vorlandscholle bewirkten. Für eine deckentektonische Erklärung dieser liegenden Struktur im Sinne KOBERS und KRENKELS lassen sich keine Begründungen heranziehen.

Abstract

Summary Here are some observations on the stratigraphical as well as the structural features of G. Qasyoun with its characteristic asymmetry to SE. G. Qasyoun forms the first anticlinal series of Palmyra chain bordering the structural depression of the Damas conglomerate plain. G. Qasyoun deviates structurally from the Lebanese mountains. This is mainly due to the presence of incompetent material under the Cenomanian-Turonian limestone that forms the outcropping core of Qasyoun diapir-anticline and it is due to gravitational slumping of the anticline into the Damas-Graben Region. The KOBER's, KRENKEL's nappe hypothesis could not be noticed.