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Über den Bau des Allgäuer Hauptkammes und der Hornbachkette (Nördliche Kalkalpen)

Hückel, B.; Jacobshagen, V.; Stengel-Rutkowski

Kurzfassung

Zusammenfassung Eine Neukartierung der südlichen Allgäuer Alpen, bei der erstmalig auch die gesamte Hornbachkette im Detail untersucht wurde, führte zu teilweise erheblichen Korrekturen an dem von HANIEL (1911) entworfenen Schuppenbau. Im großen gesehen besteht das Arbeitsgebiet aus 3 Muldenzonen mit Jura- und Kreidegesteinen (von N nach S Schwarzmilz-Mulde, Hochalp-Mulde, Holzgau-Lermooser Mulde), auf die von SSE her Obertrias-Sättel ± weit überschoben wurden (Schuppe des Allgäuer Hauptkamms, Zug Ellbogner Schuppe - Ramstall-Schuppe, Burkopf-Sattel). Diese Einheiten wurden neu umgrenzt, ihre engen Beziehungen untereinander aufgezeigt. Die Schuppe des Allgäuer Hauptkamms kann nicht Teil einer ausgedehnten "Lechtal-Decke" sein, da sie nordöstlich von Lech aus einem normalen Sattel der "Allgäu-Decke" hervorgeht, auf ganzer Länge Sattelstruktur zeigt und sich die Fleckenmergel-Mulde in ihrem Liegenden bei Stanzach mit der tektonisch höheren Ramstall-Schuppe vereint. Das Alter der Gosau am Hochalpgrat wurde mikropaläontologisch als Obersanton bis Untercampan bestimmt.