Original paper

Erfahrungen bei erdmagnetischen Untersuchungen auf Basaltvorkommen

Kutscher, Fritz

Kurzfassung

Zusammenfassung Die Zusammenstellung über die magnetischen Untersuchungen auf Basalte und die Erfahrungen, die dabei gewonnen wurden, sind keineswegs vollständig. Die im Schriftenverzeichnis aufgeführte Literatur soll die Lücken z. T. ausfüllen. Als allgemeine Ergebnisse dürfen zusammengefaßt werden: 1. Die erdmagnetische Meßmethode ermöglicht es, basaltische Körper zu erfassen und abzugrenzen; dies gilt auch für Tuffe, sofern sie basaltisches Material beherbergen. Die Unterschiede im Störungsbild deuten sich durch Amplitudenschwankungen an. Die Tiefenlage bei nicht zutage gehenden Basaltkörpern kann bestimmt werden, i. a. nicht aber die Mächtigkeit (wegen der Summenwirkung). 2. Bei der Auswertung der Meßergebnisse muß der Geologe mitwirken. Die Aussagen der geophysikalischen Meßwerte sind vieldeutig; die geologische Interpretation kann die Vieldeutigkeit beseitigen und die Geschichte des Basaltkörpers in das richtige Licht rücken. Wertvolle Hinweise vermag der Geophysiker durch Modellberechnungen zu geben. 3. Die basaltischen Gesteine zeigen wechselnde Magnetisierung: z. T. ist sie dem heutigen Erdfeld gleichgerichtet, zum anderen tritt eine dem heutigen Erdfeld nichtparallele Magnetisierung auf. Die Begründung für dieses Verhalten ist nicht einheitlich; z. T. wird es als materialgebundene Erscheinung gedeutet, zum anderen wird es auf die Beschaffenheit des magnetischen Erdfeldes zur Bildungszeit der Basaltkörper zurückgeführt. 4. Der Anlaß zum Einsatz der erdmagnetischen Meßmethode für die Erfassung basaltischer Gesteine und Tuffe ist recht häufig gegeben. Eine große Zahl von Veröffentlichungen gibt Aufschluß über die Ergebnisse und Deutungen. Sie zeigen, daß sowohl die Wissenschaft als auch die Steinbruch-Industrie sich der erdmagnetischen Meßmethode mit Erfolg bedienen können.