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Verbreitung, Ausbildung und Chemismus des Laacher Bimssteins und des Trasses

Frechen, J.

Kurzfassung

Während des Würm-Glazials erfolgten im Laacher See-Gebiet in größeren Zeitabständen mehrere Bimseruptionen, die ihren Abschluß in den Ausbrüchen im Laacher Kessel und seiner Umgebung in der Mitte des Alleröds fanden. Auf diese letzteren ist die Bimsdecke des Neuwieder Beckens zurückzuführen. Die älteren Bimsablagerungen sind bis auf geringe Reste abgetragen. Die Verbreitung des Alleröd-Bims ist heute bis Mecklenburg (Neustrelitz) und St. Blasien im Schwarzwald nachgewiesen. Er bildet eine bedeutende Zeitmarke von weiter regionaler Ausdehnung. Das Profil ist im einzelnen kompliziert aufgebaut, da an der Förderung neun Ausbruchstellen beteiligt waren. Durch die Übereinanderlagerung der verschieden orientierten Bimsstreufächer wechselt die Ausbildung der Decke auf kleinem Raum. Auch der Chemismus des Bims weist eine weite Variationsspanne von phonolithischer bis tephritischer Zusammensetzung auf. Der Traß ist örtlich als mächtige Staubfazies des Bims in die Bimsdecke eingeschaltet.