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Möglichkeiten der erdmagnetischen Prospektion auf Basalt

Hahn, A.

Kurzfassung

Erdmagnetische Feldmessungen sind gut geeignet zur Unterstützung von Prospektionsarbeiten auf Basaltkörper, da sich diese sehr häufig durch eine kräftige Magnetisierung aus ihrer Umgebung herausheben. Bei einfach gebauten Körpern mit homogener Magnetisierung lassen sich aus der magnetischen Anomalie oft zuverlässige Aussagen über Form und Gestalt der oberen Teile gewinnen, besonders, wenn die Magnetisierungsrichtung aus Messungen an Proben bekannt ist. Bei komplizierteren Körpern und inhomogener Magnetisierung sind die Möglichkeiten, quantitative Aussagen zu machen, viel geringer. Basaltschotterfelder können weitere Einschränkungen bedingen. Schematische Übersicht über die Möglichkeiten: 1. Abgrenzung der horizontalen Ausdehnung eines Vorkommens. Einschränkung: Unscharfer Rand unter Schotterfeldern. 2. Abschätzung der Teufe der oberen Oberfläche (Einschränkung wie bei 1.). 3. Einfallen von Gängen und Grenzflächen bei bekannter Magnetisierungsrichtung. 4. In einfachen Fällen mit gut homogener Magnetisierung: Form von Pilzen, Nachweis von Schlotfüllungen unter ausgedehnteren Vorkommen. Im allgemeinen unlösbar sind folgende Aufgaben: 1. Abschätzung der Mächtigkeit einer ausgedehnten Decke (hierfür können Schweremessungen geeignet sein). 2. Nachweis von Schlotfüllungen unter Decken, deren Mächtigkeit den doppelten Schlotdurchmesser übersteigt. 3. Unterscheidung und Abgrenzung verschiedener Qualitäten von frischem Basalt (z. B. Sonnenbrenner o. ä.).