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Herstellung, Eigenschaften und Anwendung von Basaltfasern

Kirsch, W.

Kurzfassung

1. Einleitung Die umfangreichen Anforderungen und vielseitigen Problemstellungen, die in der Bautechnik und in der Industrie hinsichtlich der Eindämmung von Wärme- und Schallübertragung auftreten, haben das Anwendungsgebiet von wärme- und schalldämmenden Stoffen ständig verbreitert. Zu den bekannten Mitteln, die im vorliegenden Falle angewandt werden, gehören neben Umhüllungen oder Auskleidungen aus bitumengebundenem Korkschrot, verschäumten Kunststoffen und ähnlichen Produkten als Kälteisolation im wesentlichen Schalen bzw. Platten aus mineralischen Stoffen (z. B. Magnesit-Schalen) oder aus Ablagerungen der belebten Natur (z. B. Kieselgur-Schalen), die hauptsächlich der Wärmeisolation dienen. Hinzu treten mineralische Fasern, wie z. B. solche aus Glas, Gestein oder Schlacke. Sowohl Schalen aus Magnesit, Asbest oder Kieselgur als auch pulverförmige Dämmittel gehören heute neben den zu besprechenden mineralischen Fasern zu den wichtigsten Stoffen hinsichtlich der Verhinderung bzw. Einschränkung des Wärmeübergangs. Die Mineralfaser hat außerdem einen sehr weiten Anwendungsbereich bei der Schalldämmung gefunden. Es erübrigt sich, über den Basalt in seiner Eigenschaft als Gestein Näheres zu sagen. Seine Hauptvorkommen als fünf- oder sechseckige Säulen liegen hier in unmittelbarer Nähe am Mittelrhein, ferner in der Eifel, im Harz, in der Rhön und im Gebiet des Vogelsberges. Wegen seiner guten mechanischen Eigenschaften und seiner großen Wetterbeständigkeit fand der Basalt schon sehr früh eine umfangreiche Anwendung in der Bautechnik und als Straßendeckung.