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Über ein Vorkommen von oolithischen Eisenerzen in der Nubischen Serie der Provinz Kordofan, Republik Sudan

Kleinsorge, H.; Kreysing, K.; Eckhardt, F.-J.; Fesser, H.; Gundlach, H.

Kurzfassung

1. Zusammenfassung Anläßlich von regionalgeologisch-hydrogeologischen Untersuchungsarbeiten im südlichen Teil der Provinz Kordofan, Republik Sudan, wurden in einem Aufschluß 11 Meilen südlich der Distriktshauptstadt El Fula in Ablagerungen der unterkretazischen Nubischen Serie Lagen eines oolithischen Eisenerzes festgestellt. Bisher waren sedimentäre Eisenerze der Serie im Sudan nur an der Nordgrenze des Landes bei Wadi Halfa bekannt. Das Auftreten ähnlicher Bildungen etwa um 10 Breitengrade südlicher ist von paläogeographischem Interesse. Es gibt eine weitere Anregung zu einer Intensivierung der regionalen Untersuchung der Sedimentfolge auch in diesen südlichen Bereichen. Sie ist im Sudan allgemein in ihren höheren Lagen recht eisenreich. Eine bauwürdige Lagerstätte von lokal bemerkenswerter Größe wurde in der Nubischen Serie im angrenzenden Ägypten gefunden. Eisenschüssige Sandsteine und lateritische Horizonte von ähnlichem Alter wie die Erze Ägyptens sind auch aus der zentralen Sahara beschrieben worden. In dieser Zeit scheinen in weiten Räumen Afrikas geologisch-klimatische Grundbedingungen geherrscht zu haben, welche die Ausscheidung von Eisen begünstigten. Das Vorkommen von El Fula ist bisher ohne wirtschaftliche Bedeutung. Die chemische Untersuchung einer mitgebrachten Stückprobe ergab Fe-Gehalte von 54,6% neben geringen SiO2- (2,94%) und Al2O3-Werten (4,97%).