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Bewertung von Dolomitvorkommen im nordwestdeutschen Korallenoolith

[Valuation of dolomite occurences in the Korallenoolith of northwestern Germany]

Keller, Gerhard

Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 112 Heft 3 (1961), p. 483 - 490

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published: Apr 1, 1961
published online: Sep 1, 2017

DOI: 10.1127/zdgg/112/1961/483

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Kurzfassung

Nachdem eingangs auf den Dolomit und seine metallurgische Verwendung hingewiesen ist, werden genetische und methodische Fragen erörtert, die auf phänomenologischer Grundlage zu einer Deutung der Lagerstätte nach Form und Inhalt führen. Dieser hängt von der Fassung des Begriffes der Bauwürdigkeit ab, die praktisch nicht nur einen sehr reinen Dolomit forderte, sondern auch spezielle Einschränkungen auferlegte. Einige bohrtechnische Angaben sind abschließend angefügt. Der Dolomit wird als Rohstoff besonders bei metallurgischen Prozessen verwendet. Während in der Geologie auch Kalk-Dolomit-Mischgesteine bei geringem Magnesiumgehalt als Dolomite bezeichnet werden, werden für den technisch verwendeten Dolomit sehr hohe Ansprüche an seine Reinheit gestellt. Infolgedessen tritt bei der Beurteilung von Dolomiten das chemische Bild so stark in den Vordergrund, daß die Stratigraphie der Lagerstätte nach chemischen Gesichtspunkten durchgeführt werden kann, nachdem paläontologische Merkmale oder geologisch-stratigraphische nicht zu Erfolgen geführt haben. Das räumliche Verhalten und die Kristallinität der Vorkommen lassen Schlüsse auf die Genese zu, wobei frühdiagenetische Vorgänge aus der Gruppe der Syn- und Diagenese des primär sedimentierten Korallenooliths erkennbar sind.

Keywords

DolomitmetallurgischBauwürdigkeitKristallinitätLagerstätteKorallenoolith