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Die hydrogeologischen Kartenwerke des Geologischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen

Karrenberg, H.

Kurzfassung

1. Vorbemerkung Die Bemühungen der ehemaligen Preußischen Geologischen Landesanstalt bzw. des früheren Reichsamtes für Bodenforschung um die Herstellung von hydrogeologischen Karten sind während des letzten Krieges in den Anfängen steckengeblieben. Kartenentwürfe im Maßstab 1:500 000 sind zwar seinerzeit zum Dienstgebrauch hergestellt worden, aber systematische Kartierungsarbeiten wurden nicht begonnen. Die ersten Entwürfe enthielten bereits wertvolle Anregungen für die spätere Ausgestaltung unserer Übersichtskarten; auf einige diesbezügliche Einzelheiten ist R. GRAHMANN (S. 34) näher eingegangen. Seit 1947 hat das Geologische Landesamt Nordrhein-Westfalen zahlreiche und umfangreiche Darstellungsversuche in den verschiedensten Maßstäben durchgeführt. Sie betrafen zunächst Hydrogeologische Karten im Maßstab 1:25 000, die nur für Archivzwecke des Amtes bestimmt waren und nicht gedruckt werden sollten. So wurden im Bereich des Niederrheins bis 1952 etwa 20 Blätter im Entwurf hergestellt, bei denen sich jedoch bald eine Überarbeitung in anderer Darstellungsweise als notwendig erwies (s. Abb. 1). Weiterhin wurden in der gleichen Zeit Kartenentwürfe im Maßstab 1:100 000 für die südliche Niederrheinische Bucht hergestellt. Alle Arbeiten wurden von Beginn an durch die Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes finanziell unterstützt. Als im Jahre 1948 ein hydrogeologischer Arbeitsausschuß bei der damaligen trizonalen Verwaltung für Wirtschaft, Abt. Wasserwirtschaft, gegründet wurde, ist unter der Leitung von R. GRAHMANN das bekannte hydrogeologische Kartenwerk des Bundesgebietes 1:500 000 in Angriff genommen worden, dessen Herstellung im wesentlichen durch die Sachbearbeiter der Geologischen Landesanstalten erfolgte. Auch das Geologische Landesamt Nordrhein-Westfalen hat sich in den Dienst dieser Sache gestellt und die größten Teile der Blätter Köln und Münster sowie einen Teil des Blattes Hannover, einschließlich der umfangreichen Erläuterungen, bearbeitet. Dieses Kartenwerk ist seit einigen Jahren bereits abgeschlossen. Es sei hervorgehoben, daß es sich um eine Gemeinschaftsarbeit gehandelt hat, die den Einsatz vieler Geologen, auch der des Geologischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen, für längere Zeit erforderte.