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Über die Bausteinschichten in der Subalpinen Molasse des westlichen Oberbayerns

Zöbelein, Hans Karl

Kurzfassung

A. Vorwort Unsicherheiten hinsichtlich der Abgrenzung, Gliederung und Fazies dieses stratigraphisch und erdölgeologisch interessanten Schichtkomplexes regten zur Untersuchung wichtiger Profile im westlichen Oberbayern, d. h. im Gebiet zwischen Inn und Lech an. Die seit Juni 1957 mit langen Unterbrechungen erfolgten Aufnahmen wurden durch das verständnisvolle Entgegenkommen der PREUSSAG, insbesondere der Herren Dr. Fr. Breyer und Dr. H. Beckmann ermöglicht, wofür den Genannten auch hier verbindlich gedankt sei. Eine ausführlichere, mit Profilen belegte Darstellung der Befunde wird später erfolgen. Bezüglich der Entwicklung des Begriffes "Bausteinschichten" und des damaligen Standes der Forschung sei auf ZÖBELEIN (1957, 59) verwiesen. B. Grenzen, Mächtigkeit und Gliederung 1. Grenzen: Die Untergrenze der Bausteinschichten soll entsprechend dem Vorgehen ZEILS (1954, 54, 57) dort gezogen werden, wo die Tonmergelschichten sandiger werden und die ersten Sandsteinbänke einsetzen. Die Untergrenze ist also unscharf und faziesbedingt. Die Obergrenze verläuft dort, wo die überwiegend marine Fazies im Westteil des Arbeitsgebietes durch die limnofluviatile, im Ostteil durch die vorherrschend brackische Fazies abgelöst wird. Im Westteil ist die Obergrenze durch die Sohle des Echelsbacher Flözes markiert (ZÖBELEIN 1952, 21-22). Im Ostteil ist sie nicht so scharf ausgeprägt, doch kann sie aus Ähnlichkeiten in der gesteinsmäßigen Gliederung (vgl. Ziff. 3) im Verein mit besagten Faziesänderungen ermittelt werden. 2. Als Mächtigkeit der Bausteinschichten ergeben sich innerhalb dieser Grenzen im Mittel 150 m, wobei Schwankungen zwischen 140 und 170 m vorkommen. Im Südflügel der Murnauer Mulde am Lech schwellen die Bausteinschichten auf 200 m Dicke an.