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Das Alttertiär im Becken von Reichenhall und Salzburg (Nördliche Kalkalpen)

von Hillebrandt, Axel

Kurzfassung

Zusammenfassung Die geologische Aufnahme des Reichenhall-Salzburger Beckens ergab, daß über den Nierentaler Schichten des Maastrichts konkordant und ohne Sedimentationslücke das gesamte Paleozän folgt. Es konnte mit Hilfe planktonischer Foraminiferen in 7 Faunenzonen gegliedert werden. Für das Paleozän wird für einen Großteil der Nördlichen Kalkalpen eine Meeresbedeckung angenommen. Die paläogeographischen Verhältnisse waren ähnlich denen der höchsten Oberkreide. Die Transgression des Eozäns erfolgt im Reichenhall-Salzburger Becken zu verschiedenen Zeiten; im Ostteil des Gebietes im Cuisien (Untereozän), im NW im Lutetien (Mitteleozän) und im SW im Biarritzien (Mitteleozän). Das Paleozän wurde teilweise bereits vor der Transgression wieder abgetragen. Die Schichtfolge des Eozäns ist horizontal und vertikal reich gegliedert, reicht lückenlos bis in das Ledien (Obereozän) und konnte mit Hilfe der planktonischen Foraminiferen in 6 Faunenzonen unterteilt werden. Die Mächtigkeit des Eozäns ist in den einzelnen Teilen des Beckens sehr verschieden und schwankt zwischen 250 m und 1200 m.