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Zur Stockwerkstektonik des Ruhrgebietes

Rosenfeld, U.

Kurzfassung

Es wird über neuere Untersuchungen zur Stockwerk-Gliederung des Ruhrgebietes berichtet (LOTZE 1960; ROSENFELD 1960, 1961; R. SCHMIDT 1957; ZIMMERMANN 1957; ferner SCHEMANN 1959). Zusammen mit den von KUKUK (1938), KIENOW (1955) und SEIDEL (1955) gegebenen tektonischen Gliederungen ergibt sich ein Schema des Stockwerkbaues mit fließenden und nur bedingt horizontbeständigen Übergängen. Das am deutlichsten ausgeprägte Stockwerk ist das der Sprockhöveler Schichten mit einfachen Faltenformen und typischen "Gleitfalten". Es ist nach unten hin durch einen Übergang mit dem Stockwerk des Flözleeren verbunden, dessen kleintektonischer Formenschatz vielfältig und stärker materialabhängig ist. Nach oben hin geht das Stockwerk der Sprockhöveler Schichten allmählich in ein höheres über, das sich durch größere Bedeutung der Überschiebungen, etwas unruhigere Faltenformen und eine stärker differenzierte Kleintektonik von ersterem unterscheidet. Darüber folgen höhere Stockwerke, deren Abgrenzung wegen veränderter Faltungsbedingungen und wegen der Veränderungen der tektonischen Elemente in streichender Erstreckung schwierig ist.