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Geologische Probleme bei der Erkundung, Abbauplanung und technologischen Verwertbarkeit des Lignits von Megalopolis (Peloponnes)

Löhnert, E.

Kurzfassung

Das im Zentralpeloponnes gelegene Becken von Megalopolis war in der ersten Hälfte des Jahres 1960 Gegenstand recht intensiver Erkundungsarbeiten auf Lignit. Diese Arbeiten waren dem Ingenieurbüro Dr.-Ing. O. GOLD, Köln, im Rahmen einer technischen Entwicklungshilfe für Griechenland, das durch die Staatliche Griechische Elektrizitätsgesellschaft (DEI) vertreten war, übertragen. Im einzelnen wurden Kartierungen, mikropaläontologische, speziell paläobotanische Untersuchungen und Analysen zur Ermittlung der Kohlenqualität ausgeführt. Über die Ergebnisse dieser Arbeiten wird zu einem späteren Zeitpunkt von den verschiedenen Sachbearbeitern zu berichten sein. Über die großtektonische Situation des Beckens innerhalb des alpidischen Faltensystems des Peloponnes unterrichtet eine Arbeit von MARINOS, ANASTOPOULOS & PAPANIKOLAOU. Dort ist auch der damalige Stand der Kenntnis von den lignitführenden Schichten auf Grund der Untersuchungen seitens der DEI und griechischer Fachkollegen fixiert. Die höffigen Schichten waren bereits als Oberpliozän und Pleistozän bekannt und paläontologisch belegt. Die während der neuen Abbohrung durchgeführte Probenahme in den Flözen mußte den zukünftigen Gewinnungs- und Verwertungsbedingungen des Lignits angepaßt sein. Voraussetzung für die Entnahme von Durchschnittsproben war eine möglichst exakte makropetrographische Ansprache der mit durchschnittlich 77% Gewinn gekernten kohligen Sedimente, wobei es in erster Linie auf eine Schätzung des Anteils an natürlichen anorganischen Beimengungen ankam. Als "Kohle" wurden Bildungen mit max. 50% Glührückstand (i. wf) bezeichnet, was etwa der Grenze der Brennbarkeit - gemäß den heutigen technischen Möglichkeiten - entspricht.