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Neue Ergebnisse der Erdölexploration im Raume Offenburg

Wirth, E.

Kurzfassung

Die der Gewerkschaft Elwerath gehörige Konzession ist im N durch eine Linie vom Nordrande von Offenburg über Waltersweier und Marlen bis zum Rhein begrenzt; im W bildet der Rhein die Grenze, im S etwa die Linie Ottenheim-Kürzell-Schuttern-Friesenheim und im O die Linie Friesenheim-Elgersweier-östl. Offenburg. Der größte Teil der Fläche wird von der mit Niederterrassenschottern erfüllten Rheinebene eingenommen; im Osten fällt noch die sog. "Lößhügelscholle" in die Konzession. In der ersten Aufschlußperiode von 1951-1955 wurde zunächst eine verhältnismäßig weitmaschige reflexionsseismische Vermessung durchgeführt, die eine mit mächtigem Tertiär von den obereozänen Lymnäenmergeln an bis zu den chattischen Cyrenenmergeln erfüllte westliche Tiefscholle erkennen ließ, welche den südlichen Schluß der "Kehler Mulde" darstellt. Sie ist durch eine Störung erster Ordnung von einer östlichen und südlichen Hochscholle getrennt, in denen Tertiär z. T. völlig fehlt, z. T. nur in geringer Mächtigkeit vom mittleren Sannois bis zum oberen Rupel erhalten ist. Auf den Hochschollen ließ die Seismik außer der Andeutung einer Mulde zwischen Ichenheim und Niederschopfheim mangels brauchbarer Reflexe keine Strukturen erkennen. Zur Überprüfung der reflexionsseismisch gewonnenen Ergebnisse wurden in jenen Jahren 16 Schürfbohrungen bis max. 500 m Teufe niedergebracht. 5 Tiefbohrungen (3 auf der östlichen Hochscholle, 2 auf der Tiefscholle) untersuchten Tertiär und Mesozoikum bis zum mittleren Buntsandstein auf ihre stratigraphische Entwicklung sowie auf Speichergesteine und Öl- bzw. Gasführung. Nennenswerte, aber nicht produktionsfähige Ölanzeichen wurden nur in der Lettenkohle der hart am Hauptbruch auf der östlichen Hochscholle gelegenen Bohrung Offenburg 1 angetroffen.