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Geophysikalische Arbeiten in der südlichen Nordsee

Closs, Hans

Kurzfassung

Das Untersuchungsgebiet Im Raum der südlichen und südöstlichen Nordsee, d. h. zwischen der Doggerbank und den deutschen Küsten, sind seit 1957 in jedem Jahr geophysikalische Untersuchungen durchgeführt worden. Das bisher bearbeitete Gebiet entspricht, was die Gesamtgröße der Fläche anbelangt, etwa der Ausdehnung Niedersachsens, ist also rund 45 000 km2 groß. Bisher sind 2500 km Profil mit ca. 5000 Schußpunkten für Reflexion und Refraktion vermessen worden. Im Untersuchungsbereich ist die Nordsee im Durchschnitt 30 m tief. Die maximalen Wassertiefen liegen bei 50 m. Fast die gesamte Fläche, die Gegenstand der Bearbeitung war, liegt außerhalb der Grenzen des deutschen Hoheitsgebietes. Im Bereich der Dreimeilen-Küstenzone der Bundesrepublik Deutschland sind schon seit 1951 Erdölkonzessionsgebiete geophysikalisch untersucht worden. Auch diese Prospektionsarbeiten wurden von mehreren Erdölgesellschaften seitdem weitergeführt.