Original paper

Der Dornaper Massenkalkzug und seine Begleitgesteine; Stratigraphische Untersuchungen am Südflügel der Herzkämper Mulde

Brinckmann, Jörn

Kurzfassung

Zusammenfassung Auf Grund von Fossilfunden insbesondere von Conodonten und der Neuaufnahme von Profilen wurden der Dornaper und der Elberfelder Kalkzug neu eingestuft. Die beiden Kalkzüge haben verschiedenes Alter. Die sie trennenden Flinzschiefer des Osterholzes sind ihnen als mächtiges Schieferpaket zwischengelagert und gehören ins obere Givet. Für das mittlere Oberdevon erlauben Conodontenfaunen, ein genaueres Bild über die Verzahnungsverhältnisse der Sauerländischen und der Velberter Fazies zu zeichnen. Einleitung Die vorliegenden Untersuchungen fußen im wesentlichen auf den sehr genauen Kartierungen PAECKELMANNS (Blatt Elberfeld, Nr. 4708) und (Blatt Mettmann, Nr. 4707). Sie beschränken sich am Südflügel der Herzkämper Mulde auf den Raum zwischen Dornap und Millrath. Das Hauptanliegen war, den Fragen der Alterseinstufung der Massenkalke und der Flinzschiefer nachzugehen. Nach den Arbeiten v. DECHENS (Section Düsseldorf, 1858) fanden die Diskussionen mit den geologischen Spezialkartierungen PAECKELMANNS und ZIMMERMANNS 1930 ihren zeitweiligen Abschluß, entzündeten sich aber auf Grund neuer Fossilfunde und der zahlreichen neuen Aufschlüsse von neuem. Dabei sind vor allem die Arbeiten von BREDDIN 1934, PAECKELMANN 1942 und KARRENBERG 1954 zu erwähnen. Es schien nunmehr erforderlich, mit Hilfe der Conodontenchronologie aufs neue an die stratigraphischen Probleme heranzugehen. Für die lebhafte Anteilnahme an dieser Arbeit danke ich meinem verehrten Lehrer Herrn Prof. KOCKEL und Herrn Doz. Dr. WALLISER. Auch danke ich den Herren Dr. H. WITTEKINDT und Dr. H. BENDER, die die Bestimmung der Conodontenfaunen überprüften. Meinen Dank spreche ich vor allem den Rheinisch-Westfälischen Kalkwerken Dornap aus, die die Arbeit in jeder Hinsicht unterstützten und ihren Druck genehmigten.