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Rheologische Untersuchungen und ihre Anwendungsmöglichkeit in der Ingenieurgeologie

Langer, M.

Kurzfassung

Zusammenfassung Ein wesentlicher Punkt ingenieurgeologischen Arbeitens ist das Aufstellen von bodenmechanischen Kennziffern. Die Beziehung zwischen Bodenmechanik und Rheologie wird aufgezeigt und die Anwendung rheologischer Untersuchungen in der Ingenieurgeologie begründet. Zunächst wird das Prinzip rheologischer Messungen erläutert und das Meßgerät kurz beschrieben; als zwei der wichtigsten rheologischen Kennziffern haben Fließgrenze und Plastizität zu gelten. Als Beispiel für die Anwendungsmöglichkeiten rheologischer Untersuchungen in der Ingenieurgeologie werden Probleme der Rutschungen in Tonen behandelt. Dabei wird auf drei Punkte eingegangen: a) Die Kohäsion eines Tones ist mit der rheologischen Fließgrenze identisch. Damit ist eine elegante Methode zur Bestimmung der Kohäsion eines Tones gegeben. b) Mit Hilfe der so bestimmten Kohäsion ist es möglich, den Winkel der wahren inneren Reibung nach TERZAGHI zu bestimmen. c) Die Abhängkeit der Kohäsion vom Wassergehalt eines Tones erfolgt nach einer e-Funktion, mit deren Hilfe ein Wasserverarbeitungsvermögen definiert werden kann.